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Mitte Mai 2020
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Bei fehlendem Einverständnis wird der vorgeschlagenen Massnahme mit einer behördlichen Verfügung Nachdruck verschafft.                                                           ©Foto Damian Bugmann


Zwangsmassnahmen sind cool!

Auch dies wird in der inszenierten Krise sichtbar: Viele Leute wollen, wie schon 1914 bis 18
und 1933 bis 45, dass ihnen eine strenge Obrigkeit sagt, wie sie zu denken und was sie zu
tun haben. Sie wollen, dass man ihnen ein Feindbild vorgibt, das ein Gemeinschaftsgefühl und eine enge Verbundenheit mit den politischen und kapitalistischen Eliten herstellt. Sie wollen,
dass ihnen gesagt wird, welches das richtige Verhalten ist, um der angeblich aussergewöhn-lichen Gefahr zu begegnen.

Abweichungen von der dekretierten Meinung werden – früher wie heute – als Komplizenschaft mit dem Feind behandelt, als Verschwörungstheorie verspottet und unter den Teppich gekehrt und mit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Isolation bestraft.

Auch wenn die vorgeschriebenen Rezepte und Massnahmen – früher wie heute – zu totalitären Verhältnissen, zu mehr Toten, mehr Organgeschädigten und chronisch Kranken, mehr Sturheit und Grausamkeit, Traumatisierung und häuslicher Gewalt führen.

Auch wenn die vorgeschriebenen Rezepte und Massnahmen von den Lohnabhängigen, kleinen Selbständigen, Konsument*innen, Pensionierten, Krankenversicherten, mittelständischen Steuerzahler*innen und Mariginalisierten bezahlt werden müssen.

©Text Damian Bugmann 2020


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Im Lift und in der Beiz

Die omnipräsente antikommunistische Propaganda ist derart einschüchternd und anmassend, dass sich kaum jemand getraut, ein Wörtchen dagegen zu sagen, um nicht in politische, wirtschaftliche und soziale Isolation zu geraten. «Antikommunistische» kann auch durch «Pandemie-» ersetzt werden.

Wer nicht pariert, wird interniert
Sie teilt nicht mehr den Lift im Block mit anderen Leuten, er geht nicht mehr in die Beiz, obwohl
er diese sozialen Kontakte schätzt. Denn beides könnte bedeuten, dass sich plötzlich per Tele-fon eine kühl-freundliche Stimme des Gesundheitsamts meldet und eine Ferndiagnose stellen will, weil vermutlich die dringlichen Pandemie-Empfehlungen des Bunds im Lift oder in der Beiz nicht eingehalten worden seien. Ist er oder sie dann mit der vorgeschlagenen Massnahme (ärztliche Untersuchung, Medikation, Impfung, Meldepflicht, Selbst-Quarantäne oder Internierung) nicht einverstanden, kann der Empfehlung mit einer behördlichen Verfügung Nachdruck verschafft werden.

Sollte er oder sie das Glück haben, einer behördliche Massnahme zu entgehen, ist davon auszugehen, das sie oder er vorsorglich auf einer offiziellen Liste für mutmassliche Träger-
und Verbreiter*innen eines angeblich gefährlichen Virus landet und potenzielles Ziel von Zwangsmassnahmen bleibt.

Behördliche Verschwörungstheorie
Schlaue Bereicherung, Täuschung und Fälschung sind wichtige Grundlagen des kapitalisti-
schen Wettbewerbs. Bürgerliche politische Herrschaft arbeitet ebenfalls mit unsauberen Methoden. Die von Behörden, Medizinindustrie und Medien gebastelte Verschwörungstheorie, ein Grippevirus sei eine ernsthafte Bedrohung, gehört auch dazu und rechtfertigt ein Über-wachungs- und Spitzelsystem und Eingriffe ins Recht der Menschen auf körperliche Unversehrtheit.

©Text Damian Bugmann 2020


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Roaring Twenties

Alle sind so happy mit

Freedom & democrazy
Denunziation Überwachung

und Zwangsmassnahmen




Patriarchale
Pandemiefälschung

Manipulation und Fälschung

Betrug und Bereicherung

Disziplinierung und Gehirnwäsche

Überwachung und Grundrechtsverletzung

Scheinheiligkeit und Totalitarismus

kapitalistisches Patriarchat halt



©Gedichte Damian Bugmann 2020


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